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Die 20 besten Weihnachtsfilme aller Zeiten! Oder?

Wenn es weihnachtet, rafft sich die Filmindustrie immer mal wieder zu Höchstleistungen auf. Nicht alle Jahre wieder, aber einige der Filme, die ausschließlich zum Fest produziert wurden, bleiben in Erinnerung.
Hier eine gewohnt subjektive Auswahl der schönsten, rührendsten, skurrilsten, witzigsten und fetzigsten Xmas-Movies aller Zeiten.
Wir haben welche vergessen? Dann belehrt uns! Nicht mit der Rute, sondern mit eurem Wissen, euren Erfahrungen und dem der Filmlexika …

„Die Glücksritter“

(1983, Regie: John Landis)
Ein strunzbesoffener Weihnachtsmann, der der durch seinen verfilzten Bart in ein übergroßes Stück Lachs beißt – und dem am Ende auch noch von einem Hund ans Bein gepinkelt wird. Kein sehr romantisches Bild der besinnlichen Zeit – aber in diesem Film passend wie die berühmte Faust aufs Auge. Wenn der nicht weniger eingebildete als ausgebildete Börsensnob Louis Winthorpe III (Dan Aykroyd) mit dem mittellosen Gossen-Großmaul Billy Ray Valentine (Eddie Murphy) unfreiwillig die Plätze tauscht, bleibt kein Auge trocken. Statt Truthahn und Spekulatius gibt es einen irrwitzigen Rachefeldzug an den Gebrüdern Duke, die sich das „Trading Places“ (so der Originaltitel) ausgedacht haben…
Klasse Komödie mit starken Nebendarstellern wie James Belushi, einem Eddie Murphy („Herpes sollst du kriegen!“) auf dem frühen Höhepunkt seiner Schaffenskraft – und einer äußerst knuffigen Jamie Lee Curtis. Der Film basiert übrigens lose auf zwei Geschichten von Mark Twain: „Der Prinz und der Bettelknabe“ und „The Million Pound Bank Note“

„Ich kann sehen! Ich habe Beine!“ (deutscher Trailer)

„Ist das Leben nicht schön?“

(1946, Regie: Frank Capra)
„Subversive kommunistische Propaganda!“ Dieses vernichtende Urteil fällte das FBI 1947 über einen Film, der an der Kinokasse floppte und trotz fünf Nominierungen bei den Academy Awards leer ausging. Der also längst vergessen ist? Weit gefehlt: Weihnachten ohne „Ist das Leben nicht schön?“ ist wie Kult ohne Spaß. Als George Bailey (James Stewart), diese barmherzige Bauspar-Bastion gegen den gnadenlosen Geldschneider Mister Potter (Lionel Barrymore) unverschuldet in Finanznot gerät und als letzten Ausweg sein Dasein zugunsten einer Versicherungprämie auhauchen will, bekommt er eine einmalige Chance. Engel Clarence (Henry Travers) zeigt George, was aus seinem Umfeld geworden wäre, hätte es ihn nie gegeben: ein hässlicher Ort, voll von enttäuschten Existenzen und gewissenlosen Gaunern…
Ein wunderbarer Film! Mit wunderbaren Sätzen wie: „Denk immer daran: Ein Mann, der Freunde hat, ist nie ein Versager!“ Kein Witz: Selbst beim Schreiben stiegen mir Tränen der Rührung in die Augen.

„I wanna do what I wanna do!“ (englischer Trailer)

„Die Geister, die ich rief…“

(1988, Regie: Richard Donner)
„Die Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens in Modern: Für eine gute Einschaltquote ist dem eiskalten TV-Boss Frank Cross (Bill Murray) jedes Mittel recht! So kommt er zum Beispiel für eine Xmas-TV-Produktion auf die Idee, winzige Geweihe an Hamsterköpfe zu tackern! Freunde? Mitgefühl? Was für Weicheier, denkt sich der gnadenlose Geldgeier. Bis ihm kurz vor den Feiertagen drei Weihnachtsgeister erscheinen und Frank nach Lust und Laune aufmischen. Kriegt er noch rechtzeitig die Kurve..?
Bill Murray kann in Sachen Comedy alles: herrlich fies sein – und schrittweise in die tiefsten Abgründe der Verzweiflung schlittern. Spaß ist garantiert.

„Ihr Leben könnte vielleicht davon abhängen!“ (Ausschnitt)

„Schöne Bescherung“

(1989, Regie: Jeremiah S. Chechik)
Wenn jemand zu Weihnachten 25.000 importierte italienische Glühbirnen an sein Haus tackert und zum Leuchten bringen will, kommt der örtliche Stromversorger ganz schön ins Schwitzen. Doch das ist nicht das einzige Problem, das Clark W. Griswald (Chevy Chase) und seine lieben Verwandten in der Vorweihnachtszeit verursachen. Explodierende Klärgruben, eisige Fluggeschosse, abgefackelte Weihnachtsbäume und jede Menge Streitereien – langweilig wird’s bei den Griswalds nie. Vor allem Clarks Schwager Eddie (grandios: Randy Quaid), der „mehr Herz als Verstand hat“ (O-Ton Clark) sorgt für Chaos ohne Ende. Als Eddie schließlich sogar Clarks grantigen Boss Frank „verbinden Sie mich mit jemandem“ Shirley (Brian Murray) entführt, ist das Chaos perfekt…
Ein echter Kultfilm, nicht nur für Fans der Griswald-Familie, die auch schon in „Die schrillen vier auf Achse“ (1983) und „Hilfe, die Amis kommen“ (1985) für Turbulenzen sorgte. Im Regie-Team saß übrigens Frank Capra III, Sohn des Regisseurs von „Ist das Leben nicht schön?“, ein Film der auch kurz gezeigt wird. Und falls Clarks Sohn Rusty jemandem bekannt vorkommt: Darsteller Johnny Galecki hat heute die Rolle des Leonard Hofstadter in der Serie „The Big Bang Theory“.

„Dad, was ist mit ‘ner Säge?“ (deutscher Trailer)

„Nightmare before Christmas“

(1993, Regie: Henry Sellick)
Jack Skellington ist der Kürbiskönig von Halloween Town. Durch einen Zufall landet das spindeldürre Gerippe eines Tages in Christmas Town und lernt eine völlig neue Welt kennen: Elfen! Lebkuchen! Geschenke! Jack ist wild entschlossen, Weihnachten nach Halloween Town zu bringen – und entführt kurzerhand den Weihnachtsmann. Liebevoll animierter Stop-Motion-Film, der unverkennbar die Handschrift von Gruselmeister und Drehbuchautor Tim Burton trägt.

„Hier in Helloween“ (deutsche Liedfassung)

„Die Muppets-Weihnachtsgeschichte“

(1992, Regie: Brian Henson)
Der Klassiker von Charles Dickens im Plüschgewand: Neben dem menschlichen Sir Michael Caine spielen Kermit, Miss Piggy & Co. die Hauptrollen in diesem weihnachtlichen Musical. Die Story dreht sich um den verbitterten Geizkragen Ebenezer Scrooge, der Besuch von den drei Weihnachtsgeistern bekommt. Sie führen ihm anhand der Weihnachtsfeste der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft seine Fehler und Versäumnisse vor Augen. So wird der fiese Geschäftsmann endlich zum herzensguten Menschen.
Die Läuterung des Bösen zum Gutmenschen durch wohldosierte Schockmomente und atemberaubend putzige, kultige Puppen. Seufz.

„Nicht mal das junge Gemüse mag ihn!“ (deutscher Ausschnitt)

„Bad Santa“

(2003, Regie: Teri Zwigoff)
Das bitterböse Gegenprogramm zu Friede, Freude, Weihnachtsplätzchen: Der grandiose Billy Bob Thornton säuft und bepöbelt als Kaufhaus-Weihnachtsmann die Kinder, die auf seinen Schoß klettern. Und an Heilig Abend raubt er jedes Jahr seinen Arbeitgeber aus. Doch dann lernt er einen kleinen pummeligen Jungen namens Thurman kennen, der bei seiner senilen Oma lebt und sich voller Verzweiflung an seinen Glauben an den Weihnachtsmann klammert. Kommt es nun zur moralischen Läuterung des Anti-Helden ..?
Billy Bob Thornton spielt klasse. Aber er war 3. Wahl. Vor ihm sagten Bill Murray (wegen des Drehs von „Lost In Translation“) und Jack Nicholson wegen Zeitproblemen ab.

„Gut’ Nacht, Weihnachtsmann. Gut’ Nacht, Frau Weihnachtsmannschwester!” (deutscher Trailer)

„Versprochen ist versprochen“

(1996, Regie: Brian Levant)
Äktschn-Arnie muss dieses Mal nicht gegen feindliche Terminatoren oder Terroristen kämpfen, sondern gegen den Shopping-Stress am Tag vor Weihnachten. Er hat nämlich vergessen, das Geschenk für seinen Sohn zu besorgen – eine Actionfigur namens Turbo-Man. Dumm nur, dass das begehrte Spielzeug fast überall ausverkauft ist! Ein wahnwitziger Kampf um die letzten Exemplare entbrennt…
Gut gelaunte Komödie mit einem wunderbar selbstironischen Arnold Schwarzenegger.

„Das bedeutet Krieg!“ (deutscher Trailer)

„Tatsächlich … Liebe“

(2003, Regie: Richard Curtis)
Wenn der Drehbuchautor von „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, „Notting Hill“ und „Bridget Jones“ sein Regiedebüt gibt, sind die Erwartungen hoch. Tatsächlich enttäuscht diese romantische Komödie kein bisschen und ist schon jetzt, keine zehn Jahre nach ihrem Entstehen, zum Weihnachtsklassiker avanciert. Kunstvoll und dabei höchst unterhaltsam werden hier zehn eigenständige Liebesgeschichten miteinander verwoben, eine anrührender als die andere.
Zum durchweg hochkarätigen Cast gehören u.a. Hugh Grant (52), Keira Knightley, (27), Colin Firth (52), Emma Thompson (53) „Mister Bean“ Rowan Atkinson (57) sowie in einer Mini-Gastrolle Topmodel Claudia Schiffer (42).

„Die Dame des Hauses hat dich reingelassen, ja?“ (deutscher Ausschnitt)

„Das Wunder von Manhattan“/„Das Wunder der 34. Straße“

(1947, Regie: George Seaton)
„It’s hilarious! Romantic! Delightful! Charming! Tender! Exciting! Yes, and groovey!“, verspricht der Trailer. Und tatsächlich, dieser Klassiker ist rundum herzerwärmend: Weihnachtsmann Kris Kringle (Edmund Gwenn, 1877-1959) kommt auf die Erde und muss feststellen, dass das Fest der Liebe zum Konsum-Spektakel verkommen ist und niemand mehr an ihn glaubt. Doch er gibt die Hoffnung nicht auf und verspricht der altklugen kleinen Susan (Natalie Wood, 1938-81) die Erfüllung eines Wunsches …
Nikolausschokolade für die Seele! Der Streifen wurde mehrfach neu verfilmt, zuletzt 1994 mit Richard Attenborough.

„Mr. Shaper, you got a great idea!“ (US-Trailer)

„Ein Engel in der Stadt”

(2004, Regie: Andy Wolk)
Mehr als “nur” Columbo: Der unvergessene Peter Falk (1927-2011) überzeugte auch in anderen Rollen als der des cleveren Inspectors. Zum Beispiel in der des Engels Max in der TV-Weihnachts-Trilogie, deren Abschluss nach „A Town Without Christmas“ (2001) und „Findet John Christmas“ (2003) der Film „Ein Engel in der Stadt“ (2004) bildete. Offenbar hat Max in dieser warmherzigen Fantasy-Story Kontakt zur falschen Familie aufgenommen, doch dieser Fehler entpuppt sich im Nachhinein als nicht nur nur sprichwörtliches, sondern buchstäbliches Geschenk des Himmels …
Falk als Engel wie als Ermittler: einfach grandios!

„Der Grinch“

(2000, Regie: Ron Howard)
Alle freuen sich auf Weihnachten – nur einer nicht: Der Grinch! Die grüne Kreatur hasst Weihnachten und tut alles, um es den Kindern von Whoville zu verderben. Dazu schleicht er sich jedes Jahr aus seiner Höhle und klaut Geschenke. Doch ein kleines Mädchen namens Cindy Lou (Taylor Momsen) erkennt, dass der Grinch in Wirklichkeit furchtbar traurig ist. Sie beschließt ihm zu helfen! Ob der Weihnachtsmuffel dieses Jahr doch noch in Festtagsstimmung kommt?
„Der Grinch“ ist durchgeknallt, witzig und rührend. Ein Fantasy-Filmspaß für jung und alt!

„Achtung, Achtung! Weihnachten wurde abgesagt!“

„Liebe braucht keine Ferien“

(2006, Regie: Nancy Meyers)
Journalistin Iris (Kate Winslet), beheimatet in einem kleinen britischen Dörfchen und Medienfrau Amanda (Cameron Diaz) zu Hause in L.A. haben nur Pech in der Liebe. Deshalb wünschen sie sich männerfreie Weihnachtsfeiertage und einen radikalen Tapetenwechsel. Sie beschließen Häuser zu tauschen. So reist Amanda nach England und Iris nach L.A. Doch schon bald laufen die Pläne der Mädels aus dem Ruder, denn zwei liebenswerte Männer (Jude Law und Jack Black) treten in ihr Leben… Zuckersüße Liebeskomödie, die einem ganz warm ums Herz werden lässt. Perfekte Unterhaltung für gemütliche Feiertage…

„Hast du gefragt, ob ich zufrieden bin!“

„Familie Stone – Verloben verboten“

(2005, Regie: Thomas Bezucha)
Unangekündigt bringt Everett Stone (Dermot Mulroney) seine neue Freundin Meredith (Sarah Jessica Parker) mit zum Familien-Weihnachtsfest. Sein Plan: Er will um ihre Hand anhalten … Seine Familie ist wenig begeistert von der „Großstadttussi“ und macht ihr das Leben schwer. Da fordert Meredith Verstärkung an, bittet ihre Schwester Julie (Claire Danes) nachzukommen. Doch die macht das Chaos nur noch größer …
Kunterbunte Familienkomödie, die aber auch ihre traurig-tragischen Momente hat.

„Wir werden versuchen, uns wie eine zivilisierte Familie zu benehmen.“ (Deutscher Trailer)

„Während du schliefst“

(1995, Regie: Jon Turteltaub)
Single Lucy Moderatz (Sandra Bullock) ist Fahrkartenverkäuferin und träumt von ihrem Mann fürs Leben. Als sie an einem Weihnachtsfeiertag Dienst schiebt, sieht sie mit an, wie der Mann, den sie seit langem anschmachtet von Rowdys auf die Gleise gestoßen wird. Kurzum springt sie hinterher und rettet Peter Gallaghan (Peter Gallagher) das Leben. Der fällt jedoch ins Koma. Da Lucy ihn regelmäßig im Krankenhaus besucht, wird sie schon bald für seine Verlobte gehalten und im Kreise Peters schräger Familie willkommen geheißen. Problem: Lucy traut sich nicht, den Irrtum aufzuklären …
Zauberhafter Streifen für Pärchen und alle Romantikfans, die unbeschwerte Unterhaltung lieben.

„Schönes Fest! Du hast ‘nen schönen Mantel an!“ (deutscher Trailer)

„Rudolph mit der roten Nase“

(1998, Regie: William R. Kowalchuk Jr.)
Die x-te Aufbereitung der Stoty um das kleine Rentier Rudolph mit der roten Leuchtnase war kein Kinoerfolg, denn dieser Zeichentrickstreifen wurde weltweit sofort als Video/DVD veröffentlicht. Schade, eigentlich, denn er ist gar nicht schlecht. Wer Kids in der Family hat, sollte den Film um Freundschaft und Zusammenhalt zur vorweihnachtlichen Pflichtsession machen. In der deutschen Fassung spricht Cosma Shiva Hagen Rudolfs Freundin Zoey und ihre Mutter, Nina Hagen, brilliert als böse Eiskönigin Stromella.
Liebevolle Adaption, mit 14 Songs, darunter die von Detlef Jöcker eingedeutschte Fassung des legendären „Rudolph the red nosed reindeer“ (im Original von Gene Audrey, 1943). Putzig, witzig, schön.

„Rudolph mit dem Nasenlicht, führ uns durch den Nebel dicht“ (deutsche Lied-Fassung)

„Polarexpress“

(2004, Regie: Robert Zemeckis)
Ausgerechnet am Heiligen Abend, während er auf den Weihnachtsmann wartet, zweifelt ein kleiner Junge an der Existenz des Geschenkebringers. Als er dann statt des erhofften Schlitten eine Lokomotive hört und zur Fahrt mit dem „Polarexpress“ eingeladen wird, steigt er nur zögernd ein …
Die Idee vom Kinderausflug zur Heimat des Weihnachtsmannes (dem Nordpol) basiert auf einem Buch, das allerdings für den Film handlungstechnisch ausgedehnt wurde. Schon alleine deshalb, um die Motion Capture-Technik voll zur Geltung zu bringen. Dabei drehen reale Schauspieler die Szenen, anschließend werden ihre Gesten und Mimik auf digitale Figuren übertragen. So funktionierte auch „Gollum“ in „Der Herr der Ringe“, aber Tom Hanks in einer Siebenfach-Rolle ist irgendwie drolliger. Und der Film an sich wirklich wie ein besonders schönes Geschenk unter dem Weihnachtsbaum.

„Manchmal sind gerade die Dinge, die wir nicht sehen, die wertvollsten.“ (deutscher Trailer)

„Kevin – Allein zu Haus“
(1990, Regie: Chris Columbus)
Der Film ist, bei einem Budget von 15 Mio. Dollar und einem Einspielergebnis von weltweit 477 Mio. Dollar einer der erfolgreichsten aller Zeiten. Und das völlig zurecht. Die Story (Familie vergisst ihren Raubauken-Bengel von Sohn und reist ohne ihn in den Weihnachtsurlaub nach Paris) ist so hanebüchend und überdreht, wie die Tricks, mit denen der Lausbub (Macauley Culkin) die beiden dummdreisten (oder dreist-dummen?) Einbrecher Harry und Marv am Einbruch ins Elternhaus hindert.
Der turbulenteste Heilige Abend aller Kinozeiten, da werden sogar die Griswalds aus „Schöne Bescherung“ blass. Ein moderner Klassiker für Kids und Kindgebliebene. Schade, dass Hauptdarsteller Macauley Culkin als erwachsener Schauspieler scheiterte. Und dann auch im Privatleben.

„Hab ich getroffen? Hab ich getroffen?“ (deutsches Best-of Slapstick-Szenen)

„Santa Clause – Eine schöne Bescherung“

(1994, Regie: John Pasquin)
Oto Normalbürger Scott (Tim Allen) will am Heiligen Abend einen ungebetenen Besucher von seinem Hausdach schimpfen. Der Typ erschrickt, rutscht aus, fällt runter und bricht sich den Hals. Tot. Und zwar der Weihnachtsmann, wie Scott und sein Sohn Charlie feststellen. Via Visitenkarte („Im Todesfalle bitte Mantel anziehen – aas Rentier weiß, was zu tun ist“) schließt Scott widerwillig einen Stellvertreterdeal (daher der Titel, denn zu Deutsch bedeutet „The Santa Clause“ die Santa-Klausel).
Nicht so zotig und slapstickig wie „Kevin“, dafür mit einem tollen Tim Allen als sarkastischen Normalmenschen, der schon einige Niederlagen hinter sich hat und der sich plötzlich – und höchst schräg – in den Weihnachtsmann verwandelt. Durchgedrehter, warmherziger Spaß, der wohlige Wärme erzeugt, wie es in diesen Tagen wichtig und richtig ist. Weshalb es wohl auch zwei Fortsetzungen gab.

„Es ist der Weihnachtsmann! Du hast ihn getötet!“ – „Nein, hab ich nicht!“

„Die Hard – Stirb langsam“

(1988, Regie: John McTiernan)
Bei Bruce Willis heißt es nicht „HoHoHo“, sondern „Yippie-Ya-Yeah Schweinebacke“ und es brennt weniger der Baum als der Wolkenkratzer, in dem die Noch-Frau des L.A.-Bullen John McClane (Willis) mit ihrer Firma die Weihnachtsfeier zelebriert. Leider hat „Krampus“ Gruber (Alan Rickman) den Nikolaus und sämtliche netten Gefühle vergessen und lässt seine Weihnachtswichtel nicht mit der Rute sondern mit den Maschinenpistolen wedeln und nimmt die ganze Feierbande als Geiseln. Nur McClane entschlüpft – und beginnt, unter den rüden Weihnachtsgästen aufzuräumen.
Okay, das ist alles wenig besinnlich. Setzte aber actionmäßig neue Maßstäbe, was zu Bruce Willis’ (und Alan Rickmas) Durchbruch und zu bereits drei Fortsetzungen führte. Und Teil 5, „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ kommt am 14.2.2013 in die deutschen Kinos.

„Yippie-Ya-Ye Motherfucker!“ (US-Trailer)

„Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben“ (deutscher Trailer)

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2 Responses to Die 20 besten Weihnachtsfilme aller Zeiten! Oder?

  1. Speedy says:

    Ein „MUSS“ für mich wie meine Kids, alle Jahre wieder ist „Schöne Bescherung“.

    • Werner Jünzig says:

      Hallo Speedy, vielen Dank für deinen Kommentar. Du? Kids? Alle Jahre wieder? Das spricht für Lebenserfahrung – und Erinnerungen an die “gute, alte Zeit”. Bleib bei uns – und füttere uns gerne mit Ideen!

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